Das Märchen vom letzten Gedanken

2017

Roman: Edgar Hilsenrath

In Zusammenarbeit mit Walter Küng

Spielorte: Baden / Schweiz,
Basel, Zürich, Tübingen

Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz

 – Huldrych Zwingli

2017

Regie & Fassung: Gabriel S. Zimmerer
Dramaturgie: Martin Wigger
Spiel: Verena Buss
Theater Chur in Kooperation mit dem Kulturhaus Helferei

Schillers Frauen – Texte von Schiller

Erläuterungen von Prof. Jürgen Wertheimer
Zimmertheater Tübingen, 2010

Dantes Divina Commedia

mit zwei Musikern

Theater Zürich, März 2010

Komposition: Damian Zangger

Paradiso – Dante mit Quartett

Komposition: Sidney Corbett

Basel Gare du Nord –
Forum für Neue Musik, 2003

Aeneis – Vergil

Staatstheater Stuttgart, 2003

Weitere Aufführungen: Schauspiel Frankfurt,

Therme Vals (Peter Zumthor), Schauspielhaus Zürich

Don Quijote – Cervantes

Universität Saarland, 2003
Schloss Meierhof, Düsseldorf, 2005
Zimmertheater Tübingen, 2009
Schlossfestspiele Heidelberg, 2009

Odyssee – Homer 

Staatstheater Stuttgart 2004,

Weitere Aufführungen: Schlossfestspiele Heidelberg,

Theater am Neumarkt (Zürich), Zimmertheater Tübingen

„Sanftmut oder der Ohrenmechanist“ – Gert Jonke     

September 2018

Beethovenfest Bonn    

Szenische Leitung: Hermann Beil 

Rolle: Anton Schindler, der Adlatus von Beethoven

"Brisantes Polit- Stück in Baden - Das Märchen vom letzten Gedanken an diesem Wochenende war es in Baden zu sehen. Walter Küng und Verena Buss begeisterten das Publikum"

Aargauer Zeitung, 2017

Einen ganz anderen Zugang zum Thema ermöglichte Verena Buss, die im Rahmen der Samstagabendveranstaltung des Theaters Chur unter dem Titel «Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz» dem Publikum weniger bekannte Texte des Reformators Huldrych Zwingli näher brachte. «Darf man für Erlösung von Sünde Geld verlangen?», fragte Verena Buss in den dunklen Theatersaal hinaus. Neben Gedanken zur Neugestaltung religiösen Lebens, bekam das Publikum einen verblüffend pragmatischen Zwingli zu hören.“

ref.ch, Stefan Hügl, 16.01.2017

„Vielleicht lag es an Friedrich Schillers seltsam zerrissenen Frauenfiguren in ihren verkommenen Palästen, oder auf ihren trostlosen Schlachtfeldern: Am Mittwochabend weitete sich im Zimmertheater die kleine, dem Wort verpflichtete Form des Sprech-Zimmers zur großen Bühnenszene. Die Schauspielerin Verena Buss und der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer präsentierten „Schiller und die Frauen“ als Doppelprogramm vor ausverkauftem Haus. […] Im fließendenn weißen Rock zum eng anliegenden Oberteil hätte sie elegante Gauklerin sein können oder Königin – und wurde Prinzessin von Eboli, Luise Millerin, Lady Milford, Maria Stuart und Jungfrau von Orléans, in den verlorensten Augenblicken. Verena Buss schien jeden Part ganz auszufü̈llen, und wirkte dabei zugleich, als käme ihr alles eben erst zur Kenntnis, als lese sie den Dramentext wie ein Dokument, mit dem ganzen Abstand der Zeit, gut zwei Jahrhunderte später. […]“

„Liebe als Todesurteil“ Schiller II: Der Dichter, die Frauen und zwei Gäste im Zimmertheater

dhe, Schwäbisches Tagblatt, 22. Januar 2010

„ […] Sprachmalerei, Sprechmalerei. Unter der warm und herzlich timbrierten Stimme von Verena Buss, mit der sie kraftvoll moduliert, gewann Dantes „Hölle“ schärfste Konturen, als stünde man etwa vor einem Bild Hieronymus Boschs, das man Stück für Stück genau studiert – bloss hörte man es. Jede Silbe sitzt präzise im Raum, und aneinander gefügt weben sie sich selbst zu einem eng geknüpften Fliegenden Teppich, der den Zuhörer in die ungeheuren Welten der Dichtung trägt. Verena Buss gelingt ein intimes Meisterwerk. Nicht zuletzt darum, weil sie siebenhundertjährige Literatur für jedermann zugänglich und nutzbar macht am Ende des Jahrtausends.“

„Ein intimes Meisterwerk“ Tadeus Pfeifer, Basler Zeitung, 02. September 1999

„ […] Die Schauspielerin Verena Buss, eine der grossen Stimmen des deutschsprachigen Theaters, beschäftigt sich nun schon seit Jahren mit Dantes „Divina Commedia“. Jetzt hat sie diese imaginäre Reise durch Fegefeuer, Hölle und Paradies erstmals mit Musik kombiniert, mit den Streichquartettklängen, die der in Deutschland lebende US-amerikanische Komponist Sidney Corbett geschrieben hat. Verena Buss und das Basler Tetra-Streichquartett (Marianne Aeschbacher, Egidius Streiff, Anna Spina, Tobias Moster) eröffneten den Musikbahnhof ohne Pomp, aber angemessen. „Paradiso“ ist der Titel dieses erstmals aufgeführten multimedialen Stücks von etwa fünfviertel Stunden Dauer, dessen bescheidene szenische Einrichtung Verena Buss selbst besorgte. Verena Buss gehört nicht zu jenen Schauspielerinnen, die ihre Stimme dramatisch inszenieren. Ihre Rede mutet eher gleichförmig an, die deutende Ausgestaltung spielt sich innerhalb von Nuancen ab, Extreme in der Dynamik und Tonhöhe werden vermieden, Verständlichkeit und natürlicher Duktus stehen im Zentrum. Diese Qualitäten waren eine Voraussetzung für die Kombination der Dante-Rezitation mit Musik. […] “

„Und dann und wann das sanfte Rollen eines Zuges“. Die "Gare du Nord" ist eröffnet: Ein neuer Ort(nicht nur)für die Neue Musik in Basel. Sigfried Schibli, Basler Zeitung, 2./3. März 2002

„ […] Verena Buss rezitierte Vergils „Aeneis“ an zwei Abenden im Frankfurter Schauspiel […]

Die Aeneis gilt nach Homers Ilias und Odyssee als das bedeutendste Zeugnis antiker Dichtkunst, aber außer ein paar versprengten Lateinschülern auf altsprachlichen (früher sagte man: humanistischen) Gymnasien interessiert das heute niemanden mehr. Um so erstaunlicher, dass eine Schauspielerin nun zwei lange Abende im Frankfurter Schauspiel damit bestreitet, die Aeneis vorzutragen. Doch wie sie das tut, rechtfertigt die Mühe. Denn der Text ist wun derbar. Verena Buss, die als Schauspielerin an den großen deutschen Bühnen gearbeitet hat, vermag die Verse lebendig werden zu lassen. […] “

„Nach der Flucht“ Verena Buss rezitierte Vergils „Aeneis“ an zwei Abenden im Frankfurter Schauspielhaus Daland Segler, Frankfurter Rundschau, 28. Januar 2002

„ […] Verena Buss liest ohne Schnörkel, widersteht der Versuchung, Groteskes

humoristisch auszuwalzen und knüpft mit schier endlosemAtem einen nie abreißenden Faden. Der alte Text klingt taufrisch; episch breit, doch nie geschwätzig; (ironisch) doch nicht zynisch. […] “

„Ideale Kulisse“ Regine Müller, Rheinische Post, 12. Juli 2005

„ […] Mit vormittäglich nüchterner Erwartung mag man sich im Schauspielhaus einfinden, um dem ehemaligen Ensemblemitglied Verena Buss auf einer Lesung durch Homers Odyssee zu folgen. Die erste Überraschung: ein kleines Schild „ausverkauft“ an der Kasse. […] Damit ist die dritte Überraschung schon vorweggenommen, die nämlich, dass man die zwei Stunden dauernde Lesung in keiner Weise als trockene Bildungsreise erfährt, sondern als fesselnde Passage durch einen Ozean alter Geschichten. […] Doch verleiht dem Stoff Verena Buss' Vortragskunst ein neues, unerwartetes Gewicht. Dabei enthält sie sich aller Zutaten, die man vielleicht von einer Schauspielerin erwarten würde: deklamatorischen Luxus, dramatische Gestaltung. In beinahe meditativer Zurückhaltung lässt sie sich vom Fluss des Textes tragen. Umso stärker schreiben sich ihre wenigen Gesten, die kurzen Pausen und Zäsuren, in den epischen Goldgrund dieser Verse ein. Wäre ihr ein solcher Kraftakt zuzumuten, nicht nur vier, sondern gleich alle 24 Gesänge der Odyssee am Stück zu lesen, sicher hätte kaum jemand der Hörenden etwas dagegen einzuwenden gehabt. […] “

„Warten auf den Spätheimkehrer“ Die Schauspielerin Verena Buss liest im Staatstheater aus Homers „Odyssee“. Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 14. Januar 2003

„Die zierliche Schauspielerin Verena Buss im schwarzen Anzug mit engem weißen Halskragen spielt wunderbar leichtgewichtig den braven Bewunderer, der wenig versteht, aber schon auf seine Teilhabe am Ruhm spekuliert.“

Generalanzeiger Bonn, 07.09.2018