Verena Buss

Aeneis

Vergil

Staatstheater Stuttgart, 2003
Weitere Aufführungen: Schauspiel Frankfurt,
Therme Vals (Peter Zumthor), Schauspielhaus Zürich



„Nach der Flucht“
Verena Buss rezitierte Vergils „Aeneis“
an zwei Abenden im Frankfurter Schauspielhaus
Daland Segler, Frankfurter Rundschau, 28. Januar 2002

„ […] Verena Buss rezitierte Vergils „Aeneis“ an zwei Abenden im Frankfurter Schauspiel […]
Die Aeneis gilt nach Homers Ilias und Odyssee als das bedeutendste Zeugnis antiker Dicht-
kunst, aber außer ein paar versprengten Lateinschülern auf altsprachlichen (früher sagte man:
humanistischen) Gymnasien interessiert das heute niemanden mehr. Um so erstaunlicher,
dass eine Schauspielerin nun zwei lange Abende im Frankfurter Schauspiel damit bestreitet,
die Aeneis vorzutragen. Doch wie sie das tut, rechtfertigt die Mühe. Denn der Text ist wun-
derbar. Verena Buss, die als Schauspielerin an den großen deutschen Bühnen gearbeitet hat,
vermag die Verse lebendig werden zu lassen. […] “




„Verena Buss liest Die Aeneis von Vergil“
Oberes Foyer/Schauspielhaus Staatstheater Stuttgart

Die „Aeneis“, das gewaltige Staatsepos des antiken Roms, wollte er ursprünglich nicht
veröffentlichen, die Buchrollen sollten verbrannt werden. Kaiser Augustus setzte sich über
seinen Willen hinweg und sorgte auf diese Weise dafür, daß die „Aeneis“ zu einem der zen-
tralen literarischen Bindeglieder zwischen Antike und Neuzeit werden konnte, bestimmend
für die kulturelle Entwicklung Europas wie sonst nur noch die homerischen Epen oder Dantes
„Göttliche Komödie“.Nach der „Göttlichen Komödie“ wird Verena Buss, lesend, erneut
zur Fremdenführerin durch unsere eigene Geschichte.

„Eine Rezitationsleistung wie sie schon lange nicht mehr zu vernehmen war.“